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Mit einem starken Sponsor wie der TUI sollte es wieder ein gelungenes Projekt in Sachen Tierschutz werden.
Ein herzliches Dankeschön für die Unterbringung und Verpflegung noch einmal an dieser Stelle.
Tierschutz in der Türkei Juni 2011
Nach anfänglich organisatorischen Schwierigkeiten ( Flugtermin und Hotelbuchung ) sind wir, Dr.Joachim Hecking und Martina Becker
am 28.Juni 2011 endlich in Kumköy, Türkei , in der wunderschönen Hotelanlage Kumköy Beach angekommen. Uns freute besonders, dass auch
diese Anlage großes Interesse zeigte, ihre Tiere bzw. Katzen durch uns kastrieren zu lassen. Im Gegenzug durften wir eine wirklich
großzügige Gastfreundschaft genießen. In den nächsten Tagen trafen wir uns mit Nicole Hos , einer liebgewonnenen Freundin, die sich
nicht nur mit dem Tierschutz auseinandersetzt während wir in die Türkei kommen, sondern das ganze Jahr hindurch - sie hat sich entschieden
in der Türkei zu leben , um dort vor Ort aktiv Tierschutz zu leben , wovon andere nur sprechen! Weiterhin haben wir
Nicole Knyf kennengelernt, ihre Einstellung und Ansichten passten genau zu dem, was wir hier erreichen möchten, wir mochten uns auf Anhieb
und es war klar - es passte! Etwas entsetzt hörten wir den beiden „Nicoles“ zu und erfuhren, dass sich
Nicole Hos , ( ich werde sie ab jetzt Denise Nicole nennen ), von der Tierhilfe Antalya getrennt hat.
Es dürfte jedem klar sein , der Denise Nicole kennt und weiß , wie sie sich für verschiedene Aktionen eingesetzt hat, dass die
Tierhilfe sie schmerzlich vermissen wird, bez. das ab jetzt einige Kritiker versuchen, ihre neuen Projekte negativ
zu bewerten , besonders , da beide Nicoles einen neuen, sinnvollen Verein gegründet haben : Anytime for Animals!
Sie werden auch schon jetzt von verschiedenen, zuverlässigen Personen tatkräftig unterstützt, also ist ein neuer, frischer Wind aufgezogen.
Natürlich sind wir jetzt besonders froh, hier zu sein und Anytime for Animals schon in der Vergangenheit zeigen konnten, wie teamfähig
und zuverlässig wir zusammen arbeiteten !
Weiter hörten wir auch voller Freude, dass auch der ansässige türkische Tierarzt Murat auch weiterhin Mitarbeitet, er uns also seine Praxis weiterhin zur Verfügung stellt und uns auch herzlich willkommen heißt.
Eigentlich steht unserem Projekt jetzt nichts mehr im Wege, ein neugegründeter ( noch ) kleiner Verein, TUI als Veranstalter, der an unseren
Erfolg glaubt und uns bis hierher gebracht hat. Mit unserer alten eingeschworenen Mannschaft haben die türkischen Tiere kaum
bessere Chancen, denn was auch passiert, ein gut eingespieltes Team braucht kaum Worte und wenn doch, internationale Zusammenarbeit haben wir alle schon in der Vergangenheit gezeigt.
Dieser Bericht ist auch allen Kunden von der Zauberschere
( besonders Frau Angelika Nehm, Fam. Burzynski und Fam. van Amsterdam ) gewidmet, einfach allen, die unser Projekt
in der Türkei unterstützen.
Ich bedanke mich für eure Geld und Sachspenden
Zu guter letzt noch ein paar Impressionen die zum Nachdenken anregen sollen. Schauen Sie sich die Videos bei youtube einfach einmal an und urteilen sie selbst.
, aber vor allem für euer Vertrauen in dieses Projekt , danke schön !!!!!!!
So und nun konnte es losgehen.
Zwei Teams arbeiteten vor Ort . In den frühen Morgenstunden ( eigentlich luden schon die morgendlichen Temperaturen nur zum
Schwimmen ein! ) schwirrte das Katzeneinfangteam los und bemühte sich, die Tiere in den abgesprochenen Hotelanlagen einzufangen, wodurch
die ersten Schwierigkeiten auftauchten. „Nette Touristen“ versuchten zu helfen, Katzen zu fangen, was
natürlich nach hinten losging, da die meisten Tiere sich zwar streicheln, aber nicht auf den Arm nehmen ließen.
Hat jemand dies bei einer Katze versucht, ist sie verschwunden, denn gerade die Hotelkatzen sind nicht dumm und bestimmen genau, was man
mit ihnen machen darf und was nicht!
Trotzdem unsere Katzenfänger unermüdlich aufgeklärt haben, dass die Touristen bitte weitergehen und nicht füttern
sollten, ist diese an sich gekonnte Arbeit ( Katzen fangen kann beileibe nicht jeder ) nur unter erschwerten Bedingungen
ausgeführt worden. Unsere Leute verstehen ja nicht nur die Katze - geduldiger mussten sie, so glaube ich, mit den
Menschen sein, denn unsere Tierschutzarbeit hing ja doch von den Katzenfängern ab.
Aber da die richtigen Mädels draußen waren, konnten wir nach gelungenen Fängen und etlichen
„Katzen - ich-lass-mich-nicht-fangen-Spuren“ endlich zur Tierarztpraxis von Murat.
Mit großem Hallo haben wir uns dort alle getroffen.
Sofort bereiteten wir unseren OP Raum vor und schauten uns gemeinsam mit Murat und seiner Frau die eingefangenen Katzen an.
Hier muss ich noch einmal erwähnen, dass jedes eingefangene Tier nicht nur sterilisiert / kastriert und entwurmt
wird, sondern sämtliche erkennbaren und von uns behandelbare Erkrankungen ( seien es Biss oder Risswunden, Verletzungen
des Auges, bis hin zu Knochenbrüchen ) mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln versorgt werden.
Der Zeitpunkt ist gekommen, zu erwähnen, das wir diese Aktionen, nicht mehr, wie bisher Kastratage sondern Steritage nennen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Kastration und einer Sterilisation?.
Bei einer Kastration werden die Eierstöcke und ein möglichst großer Teil des Uterus entfernt. Bei einer Sterilisation werden die
Eileiter durchtrennt.
Beim Menschen werden nur die Eileiter durchtrennt, bei Hund und Katze sollte möglichst viel Eierstocksgewebe, sowie ein möglichst
großer Teil des Uterus entfernt werden).
Diese zuletzt genannte Methode wurde vor Jahren schon einmal von der tierärztlichen Hochschule Hannover favorisiert, um mögliche
Nebenwirkungen einer Kastration (Fettleibigkeit, Inkontinenz, sowie Hautprobleme) positiv zu beeinflussen.
Negativ ist bei einer Sterilisation für uns Deutsche, dass die Hündin noch läufig und die Katze noch rollig wird.
Aber was ist wichtiger?. Das die Tiere sich nicht mehr vermehren können oder dass sie unseren deutschen Ansprüchen genügen?.
Unser Ziel ist es, dass sich möglichst viele Tiere nicht mehr vermehren und in der Türkei bleiben können und nur die Tiere
nach Deutschland kommen, die so schwer verletzt sind, das sie in der Türkei nicht mehr frei lebend Überlebensfähig sind.
Weiterhin ist unseren beiden Doc’ s die Gesundheit der Tiere wichtiger (dass die OP Schnitte so klein wie möglich gehalten
werden, damit die Wunden schnell verheilen können und die Tiere diese nicht wieder auflecken) als dass sie nicht mehr
rollig bzw. läufig werden !!!!!!!
Vielleicht ist unsere Teamarbeit mit dem türkischen Tierarzt Murat so passend, da er und seine Frau genau die gleiche
Einstellung wie wir haben. Für uns ist es immer wieder faszinierend zu erfahren, wie engagiert und professionell, Murat
für den Tierschutz arbeitet. Sein medizinisches Feingefühl bewies er auch bei Beas Katze, die ein anderer
türkischer Kollege „angeblich“ kastriert hatte. Nach Joachims Methode hätte er den gesamten Bauch aufschneiden müssen, um sich ein Bild
von der vorherigen Kastration machen zu können.
Murat dagegen machte nur einen kleinen Schnitt und schaffte es, rein durch Palpation (fühlen!!) das verbliebene Eierstocksgewebe
zu erkennen, es vorzulagern und es dann zu entfernen. Eine gelungene OP für Bea , ihre Katze und unseren Doc’ s !!!!!!
Gelungen sind aber auch die restlichen Tage. Wie schon erwähnt, musste auch erst herausgefunden werden, wie wir alle
vorgehen, denn mit etwas haben wir alle nicht gerechnet, es war einfach sehr heiß ( 34 Grad im Schatten ).
Unsere schlauen Hotelkatzen versuchten sich erst ein frühes Frühstück zu genehmigen, um sich dann für den restlichen Tag schön ins
kühle Gebüsch zu verziehen. Aber unsere schlauen Mädels waren schon vor der Hitze, ohne Frühstück in
den Hotels und überzeugten die Katzen mit noch mehr Raffinesse, Schlauheit, viel Gefühl und Geduld, doch in den mitgebrachten
Katzenkörben „Platz zu nehmen“. Da wir von Denise Nicole ein Arbeitshandy bekamen, konnten wir immer
sofort einsatzfähig sein, jedes Mal wurden wir abgeholt (danke!!!! und ab ging es zur Praxis.
Damit wir unsere Zeit kostbar nutzen konnten, sind die Mädels auch am Abend noch einmal losgezogen, wir sind dann wieder abgeholt
worden und haben die Tiere in der Praxis versorgt. So vergingen die Tage und viel zu schnell kam der 8. Juli und wir mussten
nach Hause, nicht ohne einen letzten gemeinsamen Abend mit unseren Freunden von anytime for animals, um diese anstrengenden und so
schönen Tage noch einmal durchzuquasseln. Hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder und können mit unserer Tierschutzarbeit
in der Türkei fortfahren, ohne das „böse Geister“ unsere Teamarbeit zerstören wollen, denn eins schaffen sie sicherlich
nicht - dieser Zusammenhalt und die Hilfe vor Ort (Side - Kumköy - Türkei) wird uns immer sehr wichtig sein und wir werden alles
dafür tun, um unseren Traum zu verwirklichen.
Martina Becker und Dr. Joachim Hecking

Hier sehen Sie die Anlage in der wir von der TUI für unseren Tierschutzeinsatz untergebracht wurden. Danke an alle Beteiligten.